Einsparungen beim Heizwärmeverbrauch sind möglich

Intelligente Energienutzung wird immer wichtiger
Intelligente Energienutzung wird immer wichtiger
Die Sicherheit einer nachhaltigen, umweltschonenden Energieversorgung und damit eine intelligentere Energienutzung wird mittlerweile von Politikern und Wirtschaftsvertretern weltweit als eine zentrale Herausforderung der nächsten Jahrzehnte begriffen.
Während der internationale Wettbewerb die Industriestaaten in den letzten Jahren gezwungen hat, Effizienzpotenzial, beispielsweise in de Produktion, konsequent auszuschöpfen, wurden die Einsparmöglichkeiten für die Beheizung von Gebäuden in privaten Haushalten und im Dienstleistungssektor (Handel und Gewerbe) bisher wenig beachtet und sind deshalb entsprechend hoch. In beiden Sektoren wird der Großteil des Energieverbrauchs für die Raumwärme benötigt. In den privaten Haushalten ist die Heizung für etwa 70 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs verantwortlich. Trotz des technischen Fortschritts hat sich dort der Energieverbrauch, aber auch die Schadstoffemission in den letzten Jahren kaum reduziert.
Trotz technischen Fortschritts unzureichende CO2-Minderung und Energieeinsparung
Die Gründe dafür sind vielfältig: Veränderte Wohnbedürfnisse wie der Anstieg der Pro-Kopf-Wohnfläche und die wachsende Zahl der Single-Haushalte spielen dabei eine Rolle. Vor allem aber ist es die große Zahl der zum Teil seit vielen Jahren bestehenden Gebäude, die in punkto Energieverbrauch bei weitem noch nicht optimiert sind. Bei der Wärmedämmung dieser Gebäude und der Modernisierung von Heizungsanlagen besteht weiterhin großer Nachholbedarf. Überalterte Heizkessel verbrauchen häufig bis zu 30 Prozent mehr Brennstoff als moderne Heizkessel, die im Neubau zum Einsatz kommen. Allein in Deutschland gibt es nach einer Erhebung des Bundesverbandes des Deutschen Schornsteinfegerhandwerks knapp 2 Millionen Anlagen, die älter als 22 Jahre und aufgrund ihrer geringen Energieeffizienz für den Großteil de CO2-Emissionen der Haushalte verantwortlich sind.
Die bestehenden staatlichen Verordnungen und Förderinstrumente auf regionaler Ebene und Landesebene reichten bis dato nicht aus, um den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen der Haushalte in der EU nachhaltig zu reduzieren. Die finanzielle Förderung auf EU-, nationaler und kommunaler Ebene ist durch eine nahezu unüberschaubare Vielfalt und durch inhaltliche Überschneidungen hinsichtlich der Wirkungsbereiche geprägt. Zugleich bleibt es die größte Herausforderung der Förderpolitik, Kontinuität und Verlässlichkeit bei der Mittelvergabe zu gewährleisten. Die Förderung einzelner Produkte, Verfahren oder Prozesse ist dabei wenig hilfreich. Zielführend wäre eine direkte steuerliche Abschreibung auf Produkte und zu erbringende Dienstleistungen. Die Förderung müsste langfristig angelegt sein, um damit eine nachhaltige energetische Gebäudesanierung zu Energieeinsparung und CO2-Senkung zu sichern.
Darüber hinaus zielten die bisherigen Verordnungen und Gesetze auf EU- und nationaler Ebene zumeist auf Einzelmaßnahmen zu Energieeinsparung im Gebäudebereich. Mit der Ende 2002 in Kraft getretenen EU-Richtlinie zur Gesamteffizienz von Gebäuden ist erstmals ein ganzheitlicher und länderübergreifende Ordnungsrahmen für mehr Energieeffizienz in Gebäuden und Haushalten geschaffen worden.
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