Klimawandel durch Anstieg der CO2-Konzentration

CO2-Konzentration stark angewachsen
Das Klima der Erde hat sich stets verändert und schwankte zwischen längeren Perioden der Erwärmung und Abkühlung, die sich über ein paar Jahrzehnte oder sogar Jahrtausende hin-zogen.
Es gilt jedoch heute als sichere Erkenntnis, dass die beschleu-nigte globale Erwärmung der letzten Jahrzehnte mit der Zu-nahme der Treibhausgase – insbesondere von Kohlendioxid (CO2) – im Zusammenhang steht.
Der Mechanismus des Treibhauseffektes ist heute allgemein anerkannt und zahlreiche neue Studien bestätigen den wachsenden Konsens, dass die erhöhte Konzentration von Treibhausgasen zu Klimaveränderungen mit ungewollten Folgen wie Erwärmung der Meere und Rückgang der Gletscher führt.
CO2-Konzentration steigt
Vor allem menschliche Aktivitäten haben seit Beginn der Indus-trialisierung zu einem deutlichen Anstieg der Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre geführt. Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) geht in seinem aktuellen Bericht zur globalen Klimaänderung davon aus, dass ein Groß-teil der zusätzlichen Kohlendioxid-Emissionen auf die Ver-brennung fossiler Energieträger in der Industrie, im Kraftverkehr und zur Beheizung von Gebäuden zurückzuführen ist.
Zwar hat sich nach aktuellen Berechnungen des UN-Sekre-tariats für den Klimawandel (UNFCCC) der Ausstoß von Treib-hausgasen in den Mitgliedstaaten der UN-Klimarahmenkon-vention zwischen 1990 und 2004 um etwas mehr als 3 Prozent reduziert, jedoch weisen die Emissionsdaten seit der Jahrtau-sendwende in den meisten Mitgliedsländern wieder eine steigende Tendenz auf.
Die Prognosen der Internationalen Energie Agentur (IEA) hin-sichtlich der Einhaltung der Kyoto-Ziele sind dementsprechend wenig optimistisch. Ursprünglich hatten die OECD-Länder das Ziel angestrebt, den Treibhausgasausstoß bis zum Jahr 2012 gegenüber 1990 um durchschnittlich 5,2 Prozent zu verringern. Die IEA geht aber in ihrem World Energy Outlook 2006 davon aus, dass in 2010 allein die Gesamtemissionen der OECD-Länder 1 29 Prozent über dem angestrebten Ziel liegen werden. Selbst wenn alle Unterzeichnerländer des Kyoto-Protokolls sofort zusätzliche Maßnahmen ergreifen sollten, ist bis 2010
keine Wende des gegenwärtig wieder steigenden Emissions-trends zu erwarten.
Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund der stetig zu-nehmenden Emissionen in den Ländern, die das Kyoto-Pro-tokoll nicht ratifiziert haben.
Die IEA erwartet weltweit einen Zuwachs des CO2-Ausstoßes um jährlich 1,7 Prozent zwischen 2004 und 2030. Das Gesamt-aufkommen an Kohlendioxid-Emissionen wird laut IEA-Bericht in 2030 mehr als 40 Milliarden Tonnen erreichen. Das entspricht einem Anstieg gegenüber dem Jahr 2004 von über 14 Milliarden Tonnen.
Die größte Zunahme ist in den Nicht-OECD-Staaten, insbe-sondere in den asiatischen Schwellenländern, zu erwarten. Sie allein werden für etwa drei Viertel des globalen Anstiegs der Kohlendioxid-Konzentration bis 2030 verantwortlich sein. 39 Prozent dieses Anstiegs entfallen auf China, das nach Angaben der IEA noch vor 2010 die USA als größten Treibhausgas-Produzenten ablösen wird. Aber auch für andere asiatische Länder, insbesondere Indien, prognostiziert die IEA einen deutlichen Anstieg des Emissionsaufkommens. Die hoch entwickelten OECD-Länder werden jedoch auch in Zukunft mit Abstand die höchsten CO2-Emissionen pro Kopf aufweisen.
Natürlicher Treibhauseffekt
Als so genanntes Treibhausgas ist Kohlendioxid (CO2) ein natürlicher Bestandteil der Atmosphäre und wichtig für das Leben auf der Erde. Es sorgt für ein Gleichgewicht der Strahlungsvorgänge in der Atmosphäre.
Treibhausgase lassen die kurzwellige Sonnenstrahlung (UV-Strahlung) passieren und verhindern, dass die von der Erd-oberfläche reflektierte Wärmestrahlung wieder komplett ins All zurückgeht. Dadurch erwärmt sich die Erde wie das Innere eines Treibhauses und wird bewohnbar.
Ohne den natürlichen Treibhauseffekt würde die Durch-schnittstemperatur der Erde nicht bei 15 Grad Celsius, sondern bei minus 18 Grad Celsius liegen.
Wird zusätzliches CO2 in die Atmosphäre freigegeben, verstärkt sich der Treibhauseffekt.
|
|

