Solarthermie

Wie funktioniert eigentlich... die Solarthermie?
Energiebedarf für Heizung und Warmwasser sparsam und umweltfreundlich decken
Während die Rohstoffpreise auf immer neue Rekordmarken klettern, bleibt die größte und unerschöpfliche Energiequelle überhaupt konsequent beim Nulltarif: die Sonnenenergie. Thermische Solaranlagen kommen in unseren Breiten fast ausschließlich in Kombination mit einer Gas-, Öl-, Holz- oder Pelletheizung zum Einsatz. Dabei dienen sie zur Trinkwassererwärmung, Raumheizung oder Schwimmbadbeheizung. Bereits mit einer sechs Quadratmeter großen Anlage kann pro Jahr rund eine Tonne Kohlendioxid (CO2) eingespart werden.
Alles geregelt für optimalen Ertrag
Vor allem die Abstimmung der beiden Wärmeerzeuger Solaranlage und Heizkessel ist technisch anspruchsvoll, denn das Ziel heißt immer: maximaler Solarertrag. Dafür ist die intelligente Verknüpfung von Solaranlage und Kessel mittels Regelung erforderlich. Dies ist eine der Stärken von TT, weil man als Systemanbieter für nahezu jeden Bedarf Solaranlage und Kessel ideal aufeinander abgestimmt liefern kann. Grundsätzlich funktioniert das so: Steigt die Temperatur im Speicher an, ohne dass der Kessel läuft, weiß die Regelung, dass die Solaranlage Energie liefert. Die Nachheizung über den Kessel wird reduziert oder sogar vollständig abgeschaltet. Das spart wertvolle Energie und sorgt für maximale Solarausbeute.
Einfach und wirkungsvoll: solare Trinkwassererwärmung
Solaranlagen zur Trinkwassererwärmung sind am weitesten verbreitet, auch weil sie einfach in bestehende Heizungsanlagen nachgerüstet werden können. Ihre Funktionsweise ist ebenso einfach: die einfallende Sonnenenergie wird vom Kollektor in Wärme umgewandelt und diese im Solarkreis zum Speicher transportiert. Der Solarkreis ist mit umweltfreundlichem Frostschutzmittel gefüllt, um im Winter Schäden durch Einfrieren zu vermeiden. Über den unteren Wärmetauscher im Speicher wird die Sonnenwärme an das Trinkwasser abgegeben. Reicht die Sonnenenergie nicht aus, heizt der Kessel über den oberen Wärmetauscher nach. Die Solaranlage deckt so übers Jahr bis zu 60 Prozent des Energiebedarfs für die Trinkwassererwärmung. Im Sommer wird der Kessel nur selten gefordert.
Das Maximum rausholen: Trinkwassererwärmung plus Raumheizung
Bei Solaranlagen zur kombinierten Erwärmung von Trinkwasser und Raumheizung ist die Arbeitsweise etwas aufwändiger. Die Gewinnung der Sonnenenergie im Kollektor und der Transport im Solarkreis funktionieren bei allen Solaranlagen gleich, nur dass die Wärme hier an einen Kombispeicher abgegeben wird. Dieser besteht aus einem Pufferspeicher für Heizungswasser und einem innen liegenden Trinkwasserspeicher. In der Rücklaufleitung der Heizung befindet sich ein Umschaltventil mit einer Temperaturdifferenzregelung. Diese misst und vergleicht die Temperatur am Rücklauf und im Kombispeicher. Ist das Heizungswasser im Speicher wärmer als das Wasser in der Rücklaufleitung, wird der Rücklauf über den Kombispeicher geführt und solare Wärme zur Heizung genutzt. Reicht die Wärme nicht aus, heizt der Kessel nach. Diese Solaranlagen zur kombinierten Trinkwassererwärmung und Raumheizung erfreuen sich zunehmender Beliebtheit und sind besonders geeignet für moderne Gebäude mit geringem Energieverbrauch und Niedertemperaturheizsystemen wie Fußbodenheizung. Abhängig von Auslegung und Gebäude können diese Solaranlagen in unseren Breiten bis zu 30 Prozent und mehr des Gesamtenergiebedarfs eines Gebäudes decken.