Die Energieform Gas 1924 - 1930

Energieform Gas
Prof. Junkers Vorrats-Automat „Heißquell“ um 1924
Der Vorrats-Automat wurde in verschiedenen Größen hergestellt und fand wegen seiner exakten Temperaturregelung vielfältigen Einsatz bei Friseuren, Zahnärzten und Ärzten, aber auch im Haushalt. Das Bild zeigt den Heißquell-Apparat A 2/3. Gegen Aufpreis war das Gerät auch mit Hebelgriffen an Misch- und Zapfhahn zur Bedienung mit den Ellenbogen erhältlich, um ein Anfassen der Hähne mit den desinfizierten Händen zu vermeiden.
Schnittmodell des Badeofens W 32, um 1927
Bei dieser „Ausführung für elegante Badezimmer“ bestand der Innenkörper mit Lamellen-Heizkörper ganz aus Kupfer, außerdem war er im Vollbad stark verzinnt. Der äußere Ziermantel war aus Kupfer geriffelt. Die Prof. Junkers Sicherheitsarmatur bestand aus Messing, vernickelt. Auf Wunsch war der Badeofen mit Thermometer und Wassermangelsicherung lieferbar.
Schnittmodell des Badeofens W 32, um 1927
Im Jahre 1928 brachte Junkers den NEA 38 heraus, der als bahnbrechende Neukonstruktion angesehen wurde. Der Aufbau des NEA-Typs zeichnete sich dadurch aus, dass neben der Zugänglichkeit aller inneren Teile, einschließlich der zerlegbaren Armatur, auch bei Demontage des Apparateinneren die Abgashaube mit der gesamten Abgasleitung unberührt an der Wand befestigt bleiben konnte. Die Konstruktion dieses Schalengerätes wurde schließlich Allgemeingut der Gasgerätetechnik des In- und Auslandes.
Weltneuheit Schalengerät (sog. „Nußschalenform“)
Um auch für kleine Haushalte eine Warmwasserversorgung anbieten zu können, entwickelte Junkers um 1930 den Durchlauf-Erhitzer Junkers Quell R 12. Der Apparat konnte anstelle des Wasserhahnes auf die Wasserleitung geschraubt werden und war nach Vornahme des Gasanschlusse betriebsbereit. Die als Zubehör lieferbare Ringbrause ermöglichte eine Duscheinrichtung in der Küche.