Gesellschaftliche und soziale Meilensteine 1973 - 1954

Gesellschaftliche und soziale Meilensteine

Zentralheizungsmuseum in Lollar, 1973

In räumlicher Verbindung mit dem Informationszentrum in Lollar eröffnete Buderus 1973 das erste speziell auf die Geschichte der Zentralheizungstechnik ausgerichtete Museum. Der älteste gezeigte Gussheizkessel wurde 1893 in den USA hergestellt und war 79 Jahre lang in Betrieb. Als Bestandteil der Zentralheizung werden in dem Museum auch Radiatoren präsentiert. Ein repräsentativer Querschnitt zeigt ihre Entwicklung seit Ende des 19.Jahrhunderts. Guss-, Stahl-, und Porzellanradiatoren sind in den verschiedenen Formen und Ausführungen zu sehen, hierzu gehören auch kunstvoll verzierte Heizkörper. Armaturen, Regler und Pumpen runden die Darstellung der Geschichte der Zentralheizungstechnik ab.

Eröffnung des Buderus-Informationszentrums in Lollar, 1964

In der alten Villa im Park des Werkes Lollar, ergänzt um einen Anbau, wurde am 7. Juli 1964 das Buderus-Informationszentrum eröffnet. Es diente von Anfang an vor allem der Weiterbildung der Inhaber und Mitarbeiter von Heizungsfachbetrieben. Als Referenten standen ebenfalls von Beginn an Ingenieure von Buderus zur Verfügung. Das Informationsangebot gliederte sich in Grundkurse und weiterbildende Lehrgänge wie beispielsweise Gas-Spezialkurse.

Gastarbeiter, 1959

Die ersten Gastarbeiter in der Buderus-Gruppe waren seit 1959 in den Werken Breidenbach und Wilhelmshütte beschäftigt. In der Wilhelmshütte arbeiteten Ende des Jahres über 20 Italiener und in Breidenbach 24 junge Männer, die alle aus dem Gebiet von Bari in der Provinz Apulien kamen. Für ihre Unterbringung war eine Holzhaus in unmittelbarer Nähe der Buderus-Werkssiedlung errichtet worden. Das 1959 entstandene Foto zeigt sechs der in Breidenbach tätigen ersten Gastarbeiter in ihrer Unterkunft. In das Werk Lollar kamen die ersten Gastarbeiter im Frühjahr 1960, die 40 Männer stammten aus Sizilien. Bereits Mitte der Sechzigerjahre bestanden bei Buderus rund 20 Prozent der Belegschaft aus Gastarbeitern.

Vier Generationen im Werk Lollar

Zur 100-Jahrfeier des Werkes Lollar am 22. Mai 1954 erschien eine Sondernummer der „Buderus-Werksnachrichten“. Unter den zu dieser Zeit über 2000 Beschäftigten waren 600 Mitarbeiter, bei denen auch der Vater oder sogar schon der Großvater oder Urgroßvater im Werk arbeiteten bzw. gearbeitet hatten. Die Verbundenheit kam auch im Dienstalter zum Ausdruck. So waren über 30 Prozent der Belegschaftsangehörigen mehr als zehn Jahre im Werk tätig. Die Anfang der 50er-Jahre entstandene Aufnahme zeigt Urgroßvater, Großvater, Vater und zwei Söhne, vier Generationen der Familie Völpel aus Lollar, die zu dieser Zeit im Werk tätig waren oder gewesen waren.

Gesellschaftliche und soziale Meilensteine

Zentralheizungsmuseum in Lollar, 1973
Eröffnung des Buderus-Informationszentrums in Lollar, 1964
Gastarbeiter, 1959
Vier Generationen im Werk Lollar