Der Klimawandel prägt das öffentliche Bewusstsein

Repräsentative Umfrage von Bosch Thermotechnik bestätigt Bereitschaft zum Energiesparen

Repräsentative Umfrage von Bosch Thermotechnik bestätigt Bereitschaft zum Energiesparen

Der Klimawandel ist im öffentlichen Bewusstsein angekom-men. Das zeigen die Ergebnisse einer im Auftrag von Bosch Thermotechnik von IFAK (Institut für Markt- und Sozialforschung) durchgeführten repräsentativen Umfrage, an der im dritten Quartal 2006 mehr als 1.000 Personen teilnahmen.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Mehr als 90 Prozent der Befragten haben schon einmal vom Klimawandel gehört, und 88,6 Prozent sind der Ansicht, dass sich eine Erwärmung der Erdatmosphäre objektiv messen lässt. Ein fast ebenso hoher Prozentsatz sieht darin eine Gefahr, denn 69,9 Prozent sind „beunruhigt“, mehr als 20 Prozent sogar „sehr beunruhigt“.
Nur 29,3 Prozent der Befragten bleiben gelassen.

Energiesparen ist "in"

Die Bereitschaft, persönlich etwas gegen den Klimawandel zu tun, ist weit verbreitet. Drei Viertel der Befragten geben an, immer sparsam mit Energie umzugehen. Weitere 20 Prozent tun dies zumindest sporadisch. Und kaum einer hält sich für einen Energieverschwender.
Die Umfrage lässt aber auch erkennen, dass die Sensibilität für dieses Thema in verschiedenen Altersgruppen unterschiedlich ausgeprägt ist: Von den über 60-jährigen achten fast doppelt so viele auf einen sparsamen Verbrauch wie in der Altersgruppe unter 30.

Zweierlei Motive liegen dem Energiesparen zu Grunde. Für 44,9 Prozent haben Kosteneinsparung und Umweltschutz gleichwer-tige Bedeutung. Ansonsten spielt Geld die erste Geige: Mehr als 40 Prozent – vor allem Männer, Jüngere und Personen mit nie-drigen Einkommen – denken primär an die finanzielle Entlas-tung. Bei nur 13,1 Prozent hat der Umweltschutz Priorität.
Doch nahezu alle zeigen sich von den hohen Energiepreisen betroffen. Knapp 60 Prozent spüren die Verteuerung "sehr",
35 Prozent "zumindest etwas" und nur 5 Prozent bleiben davon unbeeindruckt.

Ob nun aus finanziellen oder Umweltschutz-Gründen, Energie-sparen ist "in". Mehr als die Hälfte der Befragten hat in der ver-gangenen Heizperiode die Raumtemperatur gesenkt, den Warmwasserverbrauch reduziert und ist weniger Auto gefahren. Bezieher höherer Einkommen sparen weniger beim Warm-wasser. Um so mehr dagegen achten die 45- bis 59-jährigen und die ökologisch Sensibleren auf einen gedrosselten Verbrauch.
Doch mehr als die Hälfte (53,9 Prozent) der jüngeren Menschen hat die Befragung als Energiesparmuffel enttarnt, beim Warm-wasserverbrauch wie auch beim Autofahren.

Hohe Bereitschaft zur Heizungserneuerung

Für Heizung und Warmwasserbereitung eröffnet moderne Technik bekanntlich ein hohes Energie-Einsparpotenzial. Laut Umfrage heizen über 80 Prozent der Bevölkerung mit Gas oder Öl, wobei bislang aber nur 8 Prozent zusätzlich die Sonnen-energie zur Trinkwassererwärmung nutzen. Und mehr als die Hälfte aller Heizungen in Deutschland sind älter als 10 Jahre, rund 15 Prozent der Anlagen gar 20 Jahre und älter. Das deutet auf einen beachtlichen Erneuerungsbedarf hin.
Angesichts der gestiegenen Energiepreise ist die Investitions-bereitschaft bei Personen, die im Eigentum wohnen, klar aus-geprägt: Knapp 18 Prozent wollen ihre Heizungsanlage moder-nisieren. Von der Personengruppe mit höheren Einkommen will jeder Vierte investieren – mehr als 28 Prozent innerhalb von zwölf, ein Drittel innerhalb von 24 Monaten.

Energieausweis findet Zustimmung

Von dem geplanten Energiepass, der künftig die Gesamten-ergieeffizienz von Gebäuden bewerten soll, haben 40 Prozent der Befragten schon einmal gehört. Fast zwei Drittel der Eigentümer von Wohnimmobilien halten ihn für sinnvoll. Vor allem die Bezie-her höherer Einkommen und Personen mit höherem Bildungs-niveau sind von der Idee des Ausweises überzeugt.
Dennoch wollen nur 15,1 Prozent in absehbarer Zeit einen Aus-weis ausstellen lassen. Das bestätigt eine gewisse Unsicher-heit, die mit der anstehenden gesetzlichen Regelung für den Energieausweis zurückgehen dürfte.