Umweltfreundliche Wärmetechnik

Zukunft: CO2-neutrale Energiesysteme
Die Notwendigkeit einer effektiven Umweltpolitik ist heute den meisten Ländern und Regierungen bewusst. Die Folgen der Klimaveränderung für das globale Ökosystem lassen sich noch nicht exakt prognostizieren. Dass der Klimawandel Folgen haben wird, ist jedoch unbestritten.
Um diese so weit wie möglich einzudämmen, sind insbe-sondere Maßnahmen zur CO2-Reduktion bei der Energieer-zeugung und in den energieverbrauchenden Sektoren erforder-lich. Zu letzteren gehören neben Industrie, Verkehr und Gewerbe/ Handel/Dienstleistungen auch die Haushalte.
Neben einer zeitgemäßen Wärmedämmung sind es im Gebäu-debereich vor allem effizientere Heizanlagen und der stärkere Einsatz von Systemen zur Nutzung regenerativer Energien, die den Verbrauch von Öl und Gas und damit die Emissionen deutlich senken können.
Laut Grünbuch der EU lassen sich in Gebäuden dadurch rund 50 Prozent der Energie und damit auch der entsprechenden Kohlendioxid-Emissionen für Heizung und Trinkwasserer-wärmung einsparen. Allein in Deutschland könnte durch die Modernisierung vorhandener Heizungsanlagen ein CO2-Minderungspotenzial von rund 30 Millionen Tonnen pro Jahr ausgeschöpft werden.
CO2-Bilanz heutiger Heizsysteme
In welcher Höhe Kohlendioxid-Emissionen dabei im Einzelnen eingespart werden können, zeigt die CO2-Bilanz heutiger Heiz-systeme. Ein moderner Niedertemperaturkessel setzt rund 20 Prozent weniger CO2-Emissionen frei als ein Standardkessel (Baujahr 1978). Öl- und Gas-Brennwert-Heizkessel sowie Elektro-Wärmepumpen schneiden noch besser ab: Sie redu-zieren den Schadstoffausstoß um rund 30 Prozent bzw. um mehr als 50 Prozent.
Ergänzt um eine Solaranlage zur Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung senken Brennwert-Heizkessel die CO2-Emissionen gegenüber einer Altanlage ebenfalls um mehr als die Hälfte.
Zukunft: CO2-neutrale Energiesysteme
Neben den verfügbaren verbrauchsarmen Technologien auf Gas- und Ölbasis gewinnt der Einsatz regenerativer Energien wie Erdwärme, Sonnenstrahlung und Biomasse zunehmend an Bedeutung. Wärmepumpen, Solaranlagen oder Stückholz- und Pelletkessel arbeiten mit diesen nahezu CO2-neutralen Ener-gieträgern und weisen im Hinblick auf Bedienungs- und Leistungskomfort ein mit Öl- und Gasheizsystemen vergleich-bares Niveau auf.
Bei der Heizungsmodernisierung lassen sich auch mehrere regenerative Energieträger wie Holz und Sonnenwärme mit-einander kombinieren. In Deutschland arbeiten 40 Prozent der im Jahr 2006 neu installierten Heizungssysteme mit regenera-tiven Energien. Bezogen auf Europa einschließlich Deutsch-lands liegt der Anteil bei 14 Prozent.
Ein Verzicht auf die fossilen Brennstoffe Erdöl und Erdgas ist jedoch angesichts der verfügbaren verbrauchsarmen Techno-logien mittelfristig nicht erforderlich und unter wirtschaftlichen Überlegungen derzeit nicht flächendeckend realisierbar. Eine attraktive Perspektive für Öl- und Gasheizsysteme bieten zudem die Anstrengungen der Öl- und Gaswirtschaft, den Bedarf an fossilen Energieträgern durch einen zunehmenden Anteil von Biogas und Bioöl zu senken. Damit würde ein kontinuierlicher Wandel von Gas und Öl zu stärker biogenen und klimafreund-licheren Energieträgern ermöglicht, mit dem großen Vorteil, vorhandenes Know-how und bestehende Infrastrukturen auch langfristig weiter nutzen zu können.
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