Alternativer Brennstoff: Heizen mit Holz-Pellets entlastet Geldbeutel und Umwelt

Hohe Öl- und Gaspreise machen die Holz-Pelletheizung besonders attraktiv
Hohe Öl- und Gaspreise machen die Holz-Pelletheizung besonders attraktiv. Immer mehr Verbraucher entscheiden sich für diese Alternative, die sowohl wirtschaftlich als auch umweltfreundlich ist. Buderus und Junkers bieten spezielle Pellet-Heizkessel an, um der wachsenden Nachfrage Rechnung zu tragen.
Holz-Pellets sind reine Biomasse, bestehend aus Abfällen der Holz verarbeitenden Industrie. Zu ihrer Herstellung werden Sägemehl und -späne unter Hochdruck, ohne chemische Zusatzstoffe, durch eine Matrize zu zylindrischen Stäbchen gepresst und in gewünschter Länge zugeschnitten. Ein einfaches Verfahren.
Lieferbar sind Holz-Pellets mittlerweile überall in Deutschland, nachdem zunächst vor allem Österreich und Skandinavien die Entwicklung und Verbreitung dieser Technik vorangetrieben hatten. Komfortabel und sauber wie Heizöl kommt der Brennstoff ins Haus. Ein Tankwagen pumpt die Pellets durch einen Schlauch in den Lagerraum oder Vorratsbehälter. Wer nur kleinere Mengen braucht, kann Pellets auch in Säcken erwerben. Da die kleinen Röllchen eine hohe Energiedichte besitzen, erfordert der Jahresbedarf eines Einfamilienhauses gerade mal rund neun Kubikmeter Lagervolumen. Unproblematisch ist auch die Zuführung in das Heizsystem, denn moderne Pellet-Anlagen arbeiten nahezu vollautomatisch. Ein Saugsystem oder eine elektrische Förderschnecke transportiert das gut rieselfähige Material in den Brenner.
Die Sache rechnet sich: Knapp fünf Kilowattstunden je Kilogramm beträgt der Heizwert von Holz-Pellets. Der Energiegehalt von zwei Kilogramm Pellets entspricht dem von einem Liter Heizöl. Grob überschlagen sind die sehr preisstabilen Pellets derzeit halb so teuer wie Heizöl. Rund 6.000 Kilogramm Pellets reichen aus, um ein durchschnittlich beheiztes Einfamilienhaus mit einem Wärmebedarf von zehn Kilowatt ein Jahr lang zu versorgen. Zwar sind Pellet-Heizungen in der Anschaffung teurer als herkömmliche Öl- und Gasheizanlagen, doch die Investitionskosten einschließlich der meist notwendigen Kaminsanierung amortisieren sich unterm Strich in fünf bis acht Jahren. In dieser Rechnung sind die Zuschüsse inbegriffen, die dem Privatverbraucher staatlicherseits bei der Anschaffung gewährt werden.
Das Heizen mit Holz-Pellets spart aber nicht nur bares Geld, sondern entlastet obendrein die Umwelt. Pellets werden ausschließlich aus Abfällen gewonnen, so dass für diesen Brennstoff kein Baum gefällt werden muss. Außerdem ist Holz ein nachwachsender Energieträger; das heißt, die Bilanz ist CO2-neutral. Neutral bedeutet, dass Holz bei seiner Verbrennung soviel Kohlendioxid freisetzt, wie es während seines Wachstums aufgenommen hat – und wie es auch bei natürlicher Verrottung von sich geben würde. Im Unterschied dazu wird bei der Verbrennung fossiler Energieträger wie Öl und Gas Kohlendioxid freigesetzt, das seit Jahrmillionen gespeichert war und den CO2-Anteil in der Atmosphäre erhöht.
Übrigens: Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle unterstützt die Einrichtung von Holz-Pelletheizungen in Privathaushalten. Und für den Rest der Investitionssumme bietet die KfW Förderbank mehrere Kreditfinanzierungen an. Nähere Informationen dazu finden Sie unter www.bafa.de und www.kfw.de
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