Klassische Heizsysteme

Marktentwicklung 2006

Der weltweite Markt für klassische Heizsysteme konnte 2006 weiter wachsen. Das Umsatzvolumen lag mit knapp
12 Milliarden Euro rund 2 Prozent über dem Vorjahreszeitraum.
Für die Beheizung von Räumen werden international unterschiedliche Systeme nachgefragt. Etwa 65 Prozent des Gesamtmarktes für klassische Heizsysteme entfallen auf Heizgeräte auf Öl- und Gasbasis. Sie kommen überwiegend in Europa zum Einsatz und lassen sich grundsätzlich nach eingesetzter Technik in Heizwert- und Brennwertgeräte untergliedern.
Weitere 18 Prozent des Gesamtmarktes entfallen auf Warmluftheizungen. Die USA sind hier mit Abstand der größte Einzelmarkt.
Elektroheizungen – mit einem Marktanteil von 12 Prozent – werden weltweit insbesondere in den Ländern und Regionen nachgefragt, wo Strom günstig ist. Hier sind vor allem die USA, Frankreich und Skandinavien bedeutende Märkte.
Auf Fernwärme entfallen etwa 5 Prozent des Weltmarktes für klassische Heizsysteme. Diese Art der Raumerwärmung wird sowohl in Europa – insbesondere im osteuropäischen Raum – sowie in Asien genutzt.

Öl-/Gas-Heizsysteme (Brennwert)

2006 haben öl- und gasbefeuerte Brennwertgeräte aufgrund ihrer deutlichen Vorteile hinsichtlich Energieeffizienz und CO2-Ausstoß gegenüber Heizwertgeräten weiter Marktanteile gewinnen können. Das weltweite Marktvolumen stieg insgesamt um 25 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro an.
Hauptabsatzmarkt ist Europa, lediglich 10 Prozent des Umsatzes werden in anderen Regionen der Welt erwirtschaftet.

In Europa wurden im vergangenen Jahr insgesamt 2,8 Millionen Brennwertgeräte verkauft. Das entspricht einem Plus von
30 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Mit Abstand größter Einzelmarkt in Europa ist Großbritannien mit knapp 1,5 Millionen verkauften Einheiten. Dort haben nach einer Gesetzesänderung die Brennwertgeräte die konventionellen Heizwertgeräte innerhalb von zwei Jahren fast komplett vom Markt verdrängt. Der Anteil der Brennwertgeräte beträgt bei wandhängenden Geräten mittlerweile 92 Prozent nach
69 Prozent im Vorjahr.
Auch in anderen europäischen Ländern – insbesondere in Belgien und Frankreich – konnte sich die Brennwerttechnik im vergangenen Jahr weiter durchsetzen und deutlich Marktanteile hinzugewinnen.

Die BBT Thermotechnik erwartet, dass der Absatz von Brennwertgeräten bis 2014 in Europa 5,6 Millionen Geräte erreicht. Es ist davon auszugehen, dass die Regierungen angesichts steigender Energiekosten vermehrt dazu übergehen, die Nachfrage nach energieeffizienten Lösungen zu fördern. Dies sollte sich auch auf den Absatz von Brennwertgeräten positiv auswirken.

Öl-/Gas-Heizsysteme (Heizwert)

Das weltweite Marktvolumen für Heizwertgeräte ist 2006 um
5 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro zurückgegangen. Zuwächse in Osteuropa und im asiatischen Raum konnten die deutlichen Rückgänge auf den bedeutenden westeuropäischen Märkten nicht kompensieren. Europa bleibt dennoch mit 62 Prozent weiterhin der größte Absatzmarkt für Heizwertgeräte, gefolgt von Asien mit 25 Prozent, Amerika mit 11 Prozent und Afrika mit
2 Prozent.

Insgesamt wurden in Europa 2006 knapp 5,5 Millionen Heizwertgeräte abgesetzt, was einem Rückgang von rund
6 Prozent entspricht. Die größten Absatzrückgänge verzeichneten Großbritannien, Deutschland und Frankreich, während in der Türkei und der Ukraine deutlich mehr Heizwertgeräte als im Vorjahr verkauft werden konnten.

Angesichts der zunehmenden Akzeptanz der Brennwerttechnik als neuer Standard ist davon auszugehen, dass der Markt für Heizwertgeräte weiter schrumpft. Die BBT Thermotechnik erwartet, dass der europäische Markt für Heizwertgeräte jährlich im Durchschnitt um 4 Prozent und damit bis 2014 auf
4,1 Millionen Geräte sinken wird.