Marktentwicklung – Gesamtmarkt

Thermotechnik-Markt weltweit im Jahr 2006
Der weltweite Thermotechnik-Markt konnte im Jahr 2006 insgesamt wieder etwas stärker wachsen. Das Umsatzvolumen erreichte 24,4 Milliarden Euro und lag damit um 4 Prozent über dem Wert des Vorjahres.
Wachstumstreiber waren im vergangenen Jahr vor allem Brennwertgeräte und Systeme zur Nutzung regenerativer Energien mit jeweils zweistelligen Zuwachsraten. Insgesamt wurden weltweit für 11,9 Milliarden Euro klassische Heizsysteme verkauft, das ist knapp die Hälfte des Gesamtumsatzes am Thermotechnik-Markt. Heizwertgeräte stellen trotz einer rückläufigen Entwicklung weiterhin das größte Marktsegment bei den klassischen Heizsystemen dar, gefolgt von Brennwert-
geräten und Warmluftheizungen. Warmwasserlösungen machten 2006 mit 9,1 Milliarden Euro 37 Prozent des Gesamtmarktes aus.
Die restlichen 14 Prozent bzw. 3,4 Milliarden Euro entfielen auf Systeme zur Nutzung regenerativer Energien mit den Marktsegmenten Elektro-Wärmepumpen, Sonnenkollektoren und Festbrennstoffkessel.
Regional entwickelte sich der Markt für Thermotechnik-Produkte in 2006 unterschiedlich dynamisch. Gemeinsam war auf allen drei großen Kontinentalmärkten ein eindeutiger Trend zum verstärkten Einsatz regenerativer Energieträger.
Europa
Der europäische Markt konnte 2006 mit einem Plus von rund 6 Prozent erstmals die 11-Milliarden-Euro-Schwelle überschreiten. Die Entwicklung in Europa war im vergangenen Jahr maßgeblich geprägt durch den fortschreitenden Wechsel von der Heizwert- zur Brennwerttechnik und den sprunghaft gestiegenen Investitionen in Systeme zur Nutzung regenerativer Energien.
In Europa wurden deutlich mehr Wärmepumpen, Sonnenkollektoren und Festbrennstoffkessel verkauft. Der Umsatz dieser Produkte erreichte im vergangenen Jahr 1,8 Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs von über 30 Prozent und einem Anteil von 16 Prozent am europäischen Gesamtmarkt.
Klassische Heizsysteme – mit den in Europa dominierenden
Öl-/Gas-Heizsystemen und wasserbasierter Wärmeverteilung – bleiben weiter die wichtigsten Umsatzträger auf dem europäischen Thermotechnik-Markt. Auf sie entfallen 59 Prozent des Gesamtmarktvolumens.
Amerika
In Nord- und Südamerika erreichte der Markt für Thermotechnik-Produkte ein Umsatzvolumen von 6,1 Milliarden Euro und lag damit um 2 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Bei Heizsystemen dominieren in Nordamerika weiterhin die Warmluftheizungen mit einem Anteil von 66 Prozent am Umsatzvolumen für klassische Heizsysteme. Der Markt für Elektro-Wärmepumpen ist im vergangenen Jahr weiter gewachsen und erreichte ein Umsatzvolumen von 343 Millionen Euro. Die Nachfrage nach Gas-Warmwasserthermen stieg 2006 in den USA ebenfalls weiter an, wenngleich das Marktsegment mit einem Umsatzvolumen von 217 Millionen Euro noch vergleichsweise klein ist.
Asien
Der asiatische Markt für Thermotechnik-Produkte profitiert auch weiterhin von der wirtschaftlichen Entwicklung der Region und erreichte 2006 ein Gesamtvolumen von 6,9 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von knapp 3 Prozent.
In Asien dominiert mit einem Gesamtmarktanteil von 53 Prozent das Geschäft mit Warmwassergeräten vor allem in Form von Gas-Warmwasserthermen sowie Elektro-Warmwasserbereitern. Weiterhin wachsender Beliebtheit erfreuen sich solarthermische Anlagen, die im größten Absatzmarkt China vor allem zur Trinkwassererwärmung eingesetzt werden.
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Gesamtmarkt 24,1 Mrd. EUR