Unerschöpfliche Sonnenenergie – ein Geschenk des Himmels

Verwendung der Sonnenwärme zur Warmwasserbereitung und zum Heizen

Verwendung der Sonnenwärme zur Warmwasserbereitung und zum Heizen

Sie ist fern und doch so nah. 150 Millionen Kilometer trennen die Sonne von der Erde – und doch ist sie unverzichtbar für alles Leben auf unserem Planeten, denn sie spendet uns Licht und Wärme. In nur 30 Minuten liefert die Sonne so viel Energie auf die Erde, wie weltweit pro Jahr verbraucht wird – kostenlos.
Es liegt nahe, diese unerschöpfliche Energiequelle „anzuzapfen“, um wertvolle Brennstoffe einzusparen und die Umwelt von Schadstoffemissionen zu entlasten.

Die ökologischen und zunehmend auch wirtschaftlichen Vorteile der Sonnenenergie haben dem Solarmarkt in den letzten Jahrzehnten enorme Zuwachsraten beschert. Immer mehr Hausbesitzer installieren Solaranlagen auf dem Dach.
Es ist ein gutes Stück ökologischer Überzeugung, erneuerbare natürliche Energien herkömmlichen Brennstoffen vorzuziehen. Zugleich genießen die Nutzer von Sonnenenergie den Vorteil, die Abhängigkeit von Energieversorgern und der Energiepreisentwicklung zu verringern.

Auf zweierlei Weise lässt sich die Sonnenenergie nutzen: Strom aus Licht zu erzeugen, die sogenannte Photovoltaik, ist die eine Möglichkeit. Die zweite und besonders effiziente Möglichkeit der Energienutzung bietet die Solarthermie, welche die Wärme der Sonne zur Warmwasserbereitung und zum Heizen verwendet.
Wer im Sommer einen wassergefüllten Gartenschlauch auf den Rasen legt, kann den Heizeffekt der Sonne unmittelbar nachempfinden. Das Wasser wird schnell auf 50 bis 60 Grad erwärmt. Nach dem gleichen physikalischen Prinzip funktioniert der Hochleistungskollektor in einer Solaranlage.

Häufigste Form der thermischen Sonnenenergienutzung in Mitteleuropa ist die Warmwasserbereitung. Solares Heizen ist dagegen als unterstützender Faktor – insbesondere in den Übergangsmonaten März bis Oktober – zu verstehen.

Selbstverständlich müssen die natürlichen Gegebenheiten des Wetters und damit auch jahreszeitlich bedingte Grenzen der Sonnenenergienutzung akzeptiert werden. Aber selbst in Mitteleuropa reicht die eingestrahlte Energiemenge aus, um jährlich bis zu 60 Prozent der Heizöl- bzw. Gasmenge einzusparen, die für die Warmwasserbereitung verbraucht wird. Mit anderen Worten: Es lohnt sich energetisch in jedem Fall.

Keine Frage: Der Sonnenenergie gehört neben anderen alternativen Energiequellen die Zukunft. Der hohe Standard der modernen Technik, die begrenzte Verfügbarkeit konventioneller Energieträger, der Umweltschutzgedanke und die erreichbaren Energiekosteneinsparungen geben der Solarbranche eine attraktive Perspektive.
Das gilt um so mehr, da der Einsatz von Solaranlagen in privaten Haushalten derzeit noch mit öffentlichen Mitteln bezuschusst wird. Wer sich für eine Solaranlage entscheidet, sollte nicht auf die Fördermittel von Bund, Ländern und vielen Gemeinden verzichten.

Mittel- und langfristig werden die tendenziell steigenden Energiepreise bei Öl und Gas für eine deutliche und in jeder Hinsicht wirtschaftliche Verbreitung dieser Technik führen. Dies gilt insbesondere deshalb, da Solarsysteme als langlebige Gebrauchsgüter eine Lebensdauer von deutlich mehr als 20 Jahren erreichen. Und welche Preise in 10, 20 Jahren dann für Öl und Gas zu zahlen sind, bleibt der Fantasie überlassen.